Spielsuchtabgabe

Sozialverträgliches und kontrolliertes Angebot

Die Regulierung des Glückspielmarkts im Allgemeinen und der Lotterien im Besondern ermöglicht es, ein sozialverträgliches und kontrolliertes Angebot auf dem Markt anzubieten. Lotterien, die mittels der heutigen technologischen Möglichkeiten betrieben werden, können unter dem Aspekt der Spielsucht problematischer sein als die klassischen Papierlos-Lotterien.

Dieser Problematik trugen die 26 Kantone mit der Schaffung des Konkordats Rechnung. Die interkantonale Vereinbarung über die Aufsicht sowie die Bewilligung und Ertragsverwendung von interkantonal oder gesamtschweizerisch durchgeführten Lotterien und Wetten vom 1. Juli 2006 verpflichtet die Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande den Kantonen 0.5 Prozent, des im jeweiligen Wirtschaftsgebiet erwirtschafteten Bruttospielertrages, abzugeben.

Die Kantone ihrerseits sind verantwortlich dafür, dieses Geld zur Prävention und Spielsuchtbekämpfung einzusetzen. Dabei wird eine interkantonale Zusammenarbeit zwischen den Kantonen begrüsst.

Bestandsaufnahme und Erhebung über die Verwendung der Spielsuchtabgabe

Die FDKL hat in einer zweiteiligen Evaluation eine Bestandsaufnahme durchführen lassen. Beide Schlussberichte liegen vor. Die Studien dienen als Basis für ein zweckmässiges Vorgehen bei der Erarbeitung von Massnahmen in der Bekämpfung und Prävention von Spielsucht im Lotterie- und Wettbereich.

2015 führte die Lotterie- und Wettkommission (Comlot) im Auftrag der FDKL erstmals die Erhebung über die Verwendung der Spielsuchtabgabe in den Kantonen durch. Den ersten Bericht hat die Plenarversammlung vom 23. November 2015 zustimmend zur Kenntnis genommen.